Kurz gesagt. Die Scarcella ist das Ostergebäck aus Foggia und Umgebung: ein einfacher Teig, als Taube, Körbchen oder Kranz geformt, mit weißem Zuckerguss überzogen und oft mit einem hartgekochten Ei, das zwei gekreuzte Teigstreifen festhalten.

Die Scarcella hat einfache, volkstümliche Wurzeln. Kinder lieben sie – und dürfen sie meistens selbst verzieren.

Scarcella, das apulische Ostergebäck mit Ei

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 70 ml natives Olivenöl extra
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Hirschhornsalz (ammoniaca per dolci)
  • etwas Milch, falls nötig
  • 1 oder mehrere hartgekochte Eier, 1 Eigelb und bunte Anis-Zuckerperlen
  • Zuckerguss (der apulische gileppo)

Zubereitung

1. Der Teig. Das Mehl zu einem Kranz formen, Zucker und Eier in die Mitte geben und verkneten. Vanille, Öl, Backpulver und Hirschhornsalz dazugeben, bei Bedarf mit etwas Milch zu einem Teig verbinden.

2. Formen. Ein Blech einölen und bemehlen. Den Teig mit geölten Händen in die gewünschte Form bringen.

3. Das Ei. In vielen Gegenden Apuliens legt man vor dem Backen ein oder mehrere hartgekochte Eier auf die Scarcella und hält sie mit zwei gekreuzten Teigstreifen fest. Die Oberfläche mit Eigelb bestreichen und mit Anis-Zuckerperlen bestreuen.

4. Backen und glasieren. Backen und nach dem Backen mit dem Zuckerguss überziehen.

Das Ei als Symbol. Das Ei steht für das Leben, das sich erneuert – ein Sinnbild, das älter ist als das Christentum und von ihm als Zeichen der Auferstehung übernommen wurde. Auf der Scarcella halten es zwei Teigstreifen in Kreuzform.

Ein Kinderreim. »Pasque, Pasque, viine cherrenne. Le peceninne vonne chiangenne. Vonne chiangenne che ttutte u core: Scarcedde che ll’ove, scarcedde che ll’ove!« – Ostern, komm schnell, die Kleinen betteln von ganzem Herzen: Scarcelle mit Ei!

Dazu passt ein Moscato di Trani. Weitere Süßspeisen: Desserts.