Kurz gesagt. Bocconotti sind kleine Törtchen aus Mürbeteig mit einer Füllung aus Mandeln, Zucker, Eiern, Zimt und einem Gläschen Likör. Mehrere Regionen Süditaliens beanspruchen sie für sich; die apulische Version stammt aus dem Hinterland der Murgia.
Der Name kommt von boccone, dem Bissen: ein Gebäck, das man in einem Happen isst.
Wem gehört der Bocconotto?
In den Abruzzen erzählt man, die Bocconotti seien im 18. Jahrhundert entstanden, als Schokolade und Kaffee verfügbar wurden. In Kalabrien heißt es, sie gingen auf das 14. Jahrhundert zurück, als vereinfachte Form eines Klostergebäcks. Apulien hat seine eigene Version: Auf der Murgia sollen Bauern aus der Not heraus ein gehaltvolles Gebäck erfunden haben, das sich lange hält.
Zutaten
- 1 kg Mandeln
- 800 g Zucker
- 7 Eier
- 1 Gläschen Likör, zum Beispiel Limoncello, plus etwas zum Bestreichen
- 1 EL gemahlener Zimt
- abgeriebene Zitronenschale
- 600 g Mürbeteig
- kleine Aluminiumförmchen, Öl und Puderzucker
Zubereitung
1. Die Mandeln. 20 Minuten kochen, schälen, sorgfältig trocknen und fein zu einer gleichmäßigen Masse hacken.
2. Der Sirup. Den Zucker mit einem Glas Wasser bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren auflösen, bis er flüssig und gleichmäßig ist. Abkühlen lassen.
3. Die Füllung. Mandeln, Eigelb, Zimt, Zitronenschale und Likör unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben: So entsteht eine lockere pasta reale.
4. Füllen und backen. Den Mürbeteig ausrollen und Kreise von etwa 10 cm ausstechen. Die geölten Förmchen damit auslegen, zur Hälfte mit der Füllung füllen und bei 200 °C etwa eine halbe Stunde backen.
5. Ruhen lassen. Abgekühlt aus den Förmchen lösen und einige Stunden ruhen lassen, dabei mit Likör bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.
Dazu ein Moscato di Trani. Der süße Wein aus Apulien, bei 10 bis 12 °C serviert, bringt Mandeln und Mürbeteig am besten zur Geltung.
Weitere Süßspeisen: Desserts.






