Kurz gesagt. Die Tiella aus Bari: Kartoffeln, Reis und Miesmuscheln, roh übereinandergeschichtet und etwa 45 Minuten im Ofen gegart. Nichts wird vorgekocht, nichts wird umgerührt, und Salz kommt keines dazu.
Der Name kommt vom Gefäß selbst: Tiella, im Dialekt taieddha, heißt Pfanne oder Schmortopf. Das Gericht gilt als Erbe der spanischen Herrschaft im 17. Jahrhundert.

Zutaten
- 300 g Reis
- 500 g Kartoffeln
- 1 kg Miesmuscheln
- 1 Knoblauchzehe, Zwiebel, Petersilie
- natives Olivenöl extra, Pfeffer
Zubereitung
1. Die Muscheln. In reichlich Wasser gründlich waschen und abbürsten. Mit dem gehackten Knoblauch in einen Topf geben und auf dem Herd öffnen lassen. Die Schalen entfernen und den Sud durch ein Sieb filtern – er wird gebraucht.
2. Die Schichten. Die Kartoffeln waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Eine Form einölen und den Boden mit der Hälfte der Kartoffeln auslegen, mit Pfeffer, Petersilie und gehackter Zwiebel würzen. Darauf den Reis, dann die Muscheln, dann die restlichen Kartoffeln mit dem Rest von Zwiebel und Petersilie.
3. Die Flüssigkeit. Pfeffern, mit etwas Olivenöl beträufeln und alles mit Wasser und dem gefilterten Muschelsud bedecken.
4. Backen. In den vorgeheizten Ofen, bei mittlerer Hitze, für etwa 45 Minuten.
Kein Salz. Das Kochwasser der Muscheln ist schon salzig. Wer mag, gibt frische Tomaten in Stücken dazu. Ansonsten gibt es keine festen Regeln – nur die Kartoffeln dürfen nie fehlen.
Warum geschichtet und nicht gerührt. Jede Schicht hat eine Aufgabe: Die Kartoffeln unten nehmen die Flüssigkeit auf und schützen den Reis vor der direkten Hitze. Der Reis in der Mitte saugt den Muschelsud auf und bindet alles. Die Kartoffeln oben werden leicht gratiniert. Wer alles vermischt, verliert diese unterschiedlichen Garstufen.
Mehr Rezepte: Erste Gänge.






